Wir räumen das Lager auf und erfassen es.
Start Montag. Zuerst der Außenbereich — Müll raus, Verwertbares verkaufen, Bewuchs weg —, denn erst dadurch entsteht die Fläche, um drinnen überhaupt umräumen zu können. Dann das, was ohnehin täglich gebraucht wird. Rund zwei Wochen Vollgas, danach läuft es parallel zum Tagesgeschäft weiter.
Was wir vorschlagen
Collins' Mannschaft räumt das Lager in Au auf und erfasst den Bestand. Ab Montag, bis zu zehn Leute, rund zwei Wochen am Stück — danach kontinuierlich weiter, parallel zum laufenden Geschäft.
Außen räumen und Fläche schaffen
Müll raus. Metall und Kupfer aussortieren und verkaufen statt entsorgen. Gras, Unkraut und Bewuchs weg. Was noch zu retten ist, kommt unter Dach.
Drinnen ordnen und erfassen
Zonen und Adressen, umräumen, beschriften. Erfasst wird zuerst das, was ohnehin täglich gebraucht wird — dort ist der Nutzen sofort da.
Ein Lager, das man abfragen kann
Jedes erfasste Teil hat eine Adresse und steht im System. Und es gibt zum ersten Mal eine Aufstellung dessen, was da ist — die es heute schlicht nicht gibt.
Halle Au — hier passiert alles
Die Aktion findet vollständig vor Ort statt. Es wird nichts ausgelagert und nichts zwischengelagert — alles bleibt in der Halle und auf dem Gelände.
84072 Au in der Hallertau
Draußen und drinnen — in dieser Reihenfolge
Der überdachte Außenbereich und der Grünstreifen sind der erste Schwerpunkt. Dort steht Material im Freien, dort wächst es zu, und dort entsteht die Fläche, die drinnen fehlt.
Die Halle selbst kommt danach: Zonen, Adressen, Umräumen, Erfassen. Warum diese Reihenfolge zwingend ist, steht in Abschnitt 03.
Die anderen beiden Hallen sind nicht Teil dieses Auftrags.
Warum jetzt und nicht im Herbst
Nicht aus Ungeduld. Zwei Dinge schließen das Fenster gleichzeitig: der Auftragskalender und das Wetter. Der Rest des August ist die einzige Zeit, in der der schwere Teil überhaupt stattfinden kann.
Der Kalender
Ab September kommen die Aufträge — und sie laufen über den ganzen Winter durch. Da gibt es keine Lücken mehr, in die sich so etwas legen ließe.
Eine Aktion dieser Größe lässt sich zwischen Aufträgen nicht starten. Der Anfang verlangt die ganze Mannschaft und volle Konzentration — genau das, was ab September nicht mehr zu haben ist.
Das Wetter
Der erste Schwerpunkt liegt draußen — und draußen ist im Winter kalt, nass und irgendwann verschneit.
Freischneiden, sortieren, Container befüllen, Material bergen: Das dauert bei Frost und Schnee ein Vielfaches — oder geht an manchen Tagen gar nicht. Was jetzt in zwei Wochen erledigt ist, zieht sich dann über Monate.
Woraus sich der Rest von selbst ergibt
- Es verschiebt sich nicht um zwei Wochen, sondern bis ins nächste Frühjahr — weil vorher weder Zeit noch Wetter da sind.
- Der ganze Winter wird so gearbeitet wie bisher — suchen, umstapeln, nachkaufen, was längst da ist. Und das bei voller Auftragslage.
- Der unsichere Stapel steht weiter, wo er steht.
- Rund zwei Wochen am Stück, ohne Ablenkung, bei Wetter, das die Arbeit draußen zulässt — der schwere Teil ist dann durch.
- Und alle wissen dann, wie es läuft: Zonen stehen, Adressschema steht, System steht, die Mannschaft kennt den Ablauf.
- Genau deshalb kann es ab September nebenher weiterlaufen — mit kleinerem Team, ohne den Betrieb aufzuhalten.
- Und was in den ersten Aufträgen gebraucht wird, ist bis dahin erfasst.
Draußen zuerst — sonst geht drinnen nichts
Das ist der Punkt, an dem die meisten Aufräumaktionen scheitern: Man kann drinnen nicht umsortieren, ohne etwas herauszuschaffen — und man kann nichts herausschaffen, wenn draußen alles zu ist. Also erst Fläche, dann Ordnung.
Was weg muss
Was draußen unter der Überdachung liegt und Müll ist, wird über Container entsorgt — sortenrein getrennt, das ist günstiger.
Dazu Gras, Unkraut und Büsche: Ohne das ist ein Teil der Fläche gar nicht begehbar.
Was Geld bringt
Nicht alles davon ist Müll. Metall und Kupfer haben einen Schrottwert und werden verkauft, nicht entsorgt.
Das mindert die Kosten der Aktion direkt — der Erlös wird ausgewiesen und gegengerechnet, nicht stillschweigend behalten.
Was dadurch möglich wird
Erst wenn draußen Platz ist, lässt sich drinnen etwas herausziehen, sortieren und wieder einräumen.
Ohne diesen Schritt gibt es keine Rangierfläche — und ohne Rangierfläche kein Umräumen.
Wie es abläuft
Vier Etappen. Die ersten beiden sind die anstrengenden, danach wird es Routine.
Außenbereich räumen, Fläche schaffen — und die Software aussuchen
Der Schwerpunkt liegt draußen: sichten, trennen, entsorgen, verwertbares Metall verkaufen, Bewuchs entfernen, Rettbares unter Dach bringen. Parallel dazu wird drinnen gesichert, was gefährlich steht.
- Container gestellt und sortenrein befüllt
- Freigabeliste für alles, was entsorgt wird — mit Foto
- Rangierfläche steht am Ende der Woche
- Software-Entscheidung fällt in dieser Woche — Details in Abschnitt 05
Drinnen ordnen — und ab jetzt wird erfasst
Zonen und Gassen festlegen, Regale und Fächer beschriften, umräumen. Ab hier wird aufgenommen, weil das System steht: jedes Teil bekommt eine Adresse und einen Datensatz.
- Zonenplan und Adressschema für die ganze Halle
- Beschriftung von Regalen, Gassen und Fächern
- Erfassung startet — mit Foto, Maß, Zustand, Lagerort
Zuerst das, was ohnehin gebraucht wird
Erfasst wird nicht von links nach rechts, sondern nach Nutzen: zuerst die Sachen, mit denen täglich gearbeitet wird und die im September in den Aufträgen stecken. Dort ist das Wissen schon da, dort geht es am schnellsten, und dort wirkt es sofort.
- Die täglich gebrauchten Teile zuerst
- Danach das Wertvolle — Technik und Systemmaterial
- Zuletzt das, was selten oder nie bewegt wird
Kontinuierlich weiter, neben den Aufträgen
Mit kleinerem Team, ohne den Betrieb aufzuhalten, bis alles erfasst ist. Das funktioniert nur, weil der harte Teil vorher erledigt wurde — Zonen, Schema und System stehen dann, und die Mannschaft kennt den Ablauf.
Die Software — und was sie außer Lagerverwaltung noch kann
Wir haben das nach dem Zoom-Call durchrecherchiert. Das Ergebnis: Rentman — und der eigentliche Punkt ist, dass die Software weit mehr abdeckt als eine Bestandsliste.
Lager und Verfügbarkeit
Jedes Teil mit Adresse, Zustand, Foto und Preis. Mehrere Lagerorte — Au, die anderen Hallen, die Werkstatt. Fremdes Material getrennt geführt, damit es nie in ein Angebot rutscht.
Angebote und Rechnungen
Angebot direkt aus dem Bestand, mit Preisen und Verfügbarkeit. Unterschrift digital, Rechnung und Zahlungslink aus demselben System. Was heute drei Programme und Handarbeit sind, ist ein Vorgang.
Buchhaltung und Steuerberater
DATEV-Export ist eingebaut — Debitorennummern und Buchungskonten nach SKR03 oder SKR04. Der Steuerberater bekommt eine Datei statt eines Ordners.
Crew- und Einsatzplanung
Wer ist wann wo, wer darf was, wer ist verfügbar. Genau der Teil, der heute über Zurufe und Nachrichten läuft — und der bei zwei parallelen Baustellen nicht mehr trägt.
Rückgabe, Defekte, Wartung
Was zurückkommt, wird gescannt und geprüft. Defektes wird gesperrt, mit Historie statt Zettel am Karton. Prüfungen und Wartungen laufen nach Kalender, nicht nach Zufall.
Katalog nach außen
Aus demselben Datensatz entsteht ein Katalog, den man einem Kunden schicken kann. Einmal erfassen, mehrfach nutzen — das ist der Grund, warum die Erfassung sich rechnet.
Was am Ende dasteht
Nicht „aufgeräumt". Ein Lager, das man abfragen kann — und das erste vollständige Bild dessen, was überhaupt da ist.
Ordnung, die hält
- Der Außenbereich ist geräumt, freigeschnitten und nutzbar.
- Jedes Regal, jede Gasse und jedes Fach ist beschriftet.
- Was gefährlich stand, steht sicher.
- Gerettetes Material steht unter Dach statt im Nassen.
Der Bestand wird abfragbar
- Jedes erfasste Teil hat eine Adresse — man geht hin und findet es.
- Zustand, Maß, Foto und Lagerort stehen dran.
- Verfügbarkeit ist abfragbar, statt jemanden zu fragen, der es vielleicht weiß.
- Ein Katalog, den man einem Kunden schicken kann.
Und was das im Alltag ändert
Antwort in Minuten, Angebot am selben Tag
Wer weiß, was frei ist, antwortet sofort — nicht nach Rückfrage im Lager. Bei festen Messeterminen entscheidet genau das über den Auftrag, nicht der Preis.
Kein Nachkaufen von Vorhandenem
Was man nicht findet, kauft man noch einmal. Das ist der Posten, den niemand aufschreibt und den alle bezahlen.
Material, das bisher nichts verdient
Was nicht sichtbar ist, kann nicht angeboten und nicht vermietet werden. Sichtbarkeit ist die Voraussetzung, nicht die Kür.
Wer was macht
Unsere Seite
- Leitung, Ablaufplanung und Abstimmung mit dir
- Die Mannschaft stellen und führen — bis zu zehn eingearbeitete Leute, je nach Etappe
- Sicherheitsunterweisung am ersten Tag, Schutzausrüstung für die Leute
- Container organisieren, Entsorgung, Verwertung von Metall und Kupfer
- Zonenplan, Adressschema, Beschriftung, Etiketten
- Software aussuchen, einrichten und die Daten aufbauen
- Fotodokumentation, Freigabelisten, Entsorgungsnachweise
Deine Seite
- Ein benannter Ansprechpartner, täglich kurz erreichbar, der Entsorgungen freigibt
- Auskunft, was wem gehört — Gesellschaft, privat, Kunden
- Liste des eingelagerten Kundenmaterials
- Zugang und Schlüssel für die Dauer des Auftrags
- Strom und Licht, Zugang zum Verteiler
- Sanitär und Aufenthalt für die Mannschaft
- Stapler und Hubwagen nutzbar, mit gültiger Prüfung
Abgerechnet wird, wie ihr es immer gemacht habt
Kein neues Konstrukt. Stundensätze je Rolle, Rechnung hinterher — genauso, wie ihr es bisher gehandhabt habt.
| Wer | Wofür | je Stunde | Tagessatz |
|---|---|---|---|
| Die Mannschaft | Räumen, umlagern, erfassen, beschriften | 25 € | 250 € |
| Collins und Bennie | Führung vor Ort, Einteilung, Abstimmung mit dir | 40 € | 400 € |
| Barry | Leitung, Konzept, Software-Auswahl und Aufbau des Systems | 90 € | 900 € |
Wann die Rechnung kommt
Keine Anzahlung, kein Vorschuss, kein Zahlungsplan. Die Rechnung kommt später — es eilt nichts.
Daran ändert dieser Auftrag nichts. Was jetzt eilt, ist die Arbeit, nicht das Kaufmännische.
Was du besorgst oder bezahlst
- Container und Abtransport für das, was entsorgt wird.
- Fahrzeuge für den Mülltransport, falls nicht vorhanden.
- Geräte für den Bewuchs — Freischneider und was dazugehört. Wenn du sie hast, reicht Zugang.
- Staubmasken und Schutzmaterial für die Arbeit im Staub.
Wenn du etwas davon ohnehin im Haus hast, umso besser — dann muss es nur bereitstehen. Den Rest bestellen wir und geben es weiter.
Zwei Dinge, die vorher klar sein müssen
Mehr braucht es nicht. Aber an genau diesen beiden scheitern solche Aktionen, wenn man sie nicht vorher ausspricht.
Eine Hand zieht durch
Wird zwischendurch umsortiert, ist das Ergebnis nach vier Wochen wieder weg — und die Erfassung wird an dieser Stelle falsch, ohne dass es jemand merkt.
Deshalb: ein kurzer fester Termin am Tag, in dem Fragen, Wünsche und Korrekturen gesammelt besprochen werden. Das ist keine Distanz — es ist die einzige Art, wie eine ganze Mannschaft parallel konsistent arbeitet.
Nichts wird ohne dein Ja entsorgt
Das ist die Stelle, an der es sonst Streit gibt: Etwas fliegt weg, und drei Wochen später fällt jemandem ein, dass es gebraucht wurde.
Also: alles, was raus soll, wird fotografiert und gesammelt vorgelegt. Freigabe listenweise, nicht mündlich im Vorbeigehen. Zweifelsfälle kommen zur Seite, nicht in den Container. Container fahren erst nach deiner Freigabe ab.
Was wir vor Montag von dir brauchen
Fünf Dinge. Das meiste davon sind Minuten — aber es muss vorher da sein, nicht am dritten Tag.
Wer gibt Entsorgungen frei?
Ein Name, täglich kurz erreichbar. Wenn du das selbst machst, ist das am einfachsten — dann brauchen wir nur ein festes Zeitfenster.
Was gehört wem, und was steht für Kunden drin?
Damit klar ist, was bewegt werden darf und was eine eigene Zone bekommt. Grob reicht — den Rest klären wir beim täglichen Termin.
Draußen: was ist bewusst abgeschrieben?
Was liegt dort, weil es weg soll, und was liegt nur dort, weil kein Platz war? Davon hängt ab, wie viel gerettet und wie viel entsorgt wird.
Zugang, Schlüssel, Strom, Sanitär — und der Stapler
Für die Dauer des Auftrags. Beim Stapler brauchen wir nur zu wissen, ob die Prüfung gültig ist; wenn nicht, organisieren wir ein Gerät.
Container, Fahrzeuge, Geräte für den Bewuchs
Was du im Haus hast, stellst du bereit; was fehlt, bestellen wir und geben es weiter. Das muss in den ersten Tagen stehen, sonst hängt die ganze erste Woche.
Ab hier geht es um das, was danach kommt
Bis hierher ging es um den Auftrag: aufräumen, sichern, erfassen, dafür Rechnung. Ab jetzt geht es um das Ergebnis — und darum, was man damit anfängt.
Eine Leistung, eine Rechnung, fertig
Wir räumen und erfassen, du bezahlst nach Stunden. Damit ist die Arbeit bezahlt — sauber und abgeschlossen.
Diese Entscheidung steht am Wochenende an — sie ist die einzige, die jetzt fallen muss.
Was mit dem Ergebnis passiert
Nach der Erfassung ist der Bestand zum ersten Mal nutzbar: sichtbar, benennbar, verfügbar, bepreisbar. Damit gehen Dinge, die heute nicht gehen.
Wie das genutzt wird, ist mit der Rechnung für den Auftrag nicht geregelt — deshalb sprechen wir es jetzt an und nicht später.
Was durch die Erfassung tatsächlich entsteht
Nicht Ordnung. Fünf Eigenschaften, die der Bestand vorher nicht hatte — und die alle dauerhaft wirken, nicht einmalig.
Vermietbar
Heute kann niemand sagen, was da ist, in welchem Zustand und ob es an einem bestimmten Wochenende frei ist. Ohne diese drei Angaben gibt es kein Vermietgeschäft — man kann kein Angebot schreiben, das man halten kann.
Nach der Erfassung schon. Das ist eine Einnahmequelle, die es vorher nicht gab.
Verkäuflich
Was man benennen, zeigen und bepreisen kann, kann man verkaufen. Aus totem Material wird Ware — auch das, was im eigenen Betrieb nie wieder gebraucht wird.
Versicherbar und beleihbar
Für eine Versicherung oder eine Bank ist ein Bestand ohne Liste praktisch nicht vorhanden. Mit Liste, Fotos und Zustandsangabe ist er ein Vermögenswert, den man ansetzen kann — im Schadensfall und in der Bilanz.
Billiger im Betrieb
Kein Suchen, keine Rückfahrten, kein Nachkaufen von Material, das längst im Regal liegt. Das wirkt bei jedem einzelnen Auftrag, dauerhaft, ohne dass jemand etwas dafür tun muss.
Schneller
Wer weiß, was frei ist, kann antworten, solange der Kunde noch entscheidet. Bei festen Messeterminen entscheidet das über Aufträge, nicht über Bequemlichkeit.
Der Bestand hört auf, Kosten zu sein
Bezahltes Material, das niemand sieht, ist ein Kostenblock: Fläche, Kapital, Verfall. Dasselbe Material, sichtbar und buchbar, ist ein Betriebsmittel. Der Unterschied ist keine Frage der Menge, sondern der Sichtbarkeit.
Was ohne das jedes Jahr verloren geht
Nicht als Vorwurf — als Rechnung, die heute niemand aufmacht, weil sie nirgendwo auftaucht. Diese Posten stehen in keiner Buchhaltung, und genau deshalb fallen sie nicht auf.
| Posten | Was dahintersteckt | Wirkt |
|---|---|---|
| Mieterlös aus ungenutztem Material | Der weitaus größte Teil des Bestands wird nicht eingesetzt und nicht vermietet. Er verdient nichts und kostet Fläche | jedes Jahr |
| Nachgekauftes, das da war | Was man nicht findet, kauft man neu. Der Posten taucht als Materialeinkauf auf, nie als Suchproblem | bei jedem Auftrag |
| Such- und Rüstzeit | Arbeitszeit, die für das Finden draufgeht statt für das Bauen — bei jedem Auf- und Abbau | bei jedem Auftrag |
| Rückfahrten und Nachlieferungen | Was beim Beladen übersehen wurde, wird nachgefahren. Eine Stunde je Richtung, plus Mann und Fahrzeug | laufend |
| Substanzverlust im Freien | Material im Bewuchs und unter offenem Vordach verliert Wert, bis es keinen mehr hat | jeden Winter |
| Nicht angebotene Aufträge | Anfragen, die nicht bedient werden, weil ein Zusatzauftrag mit diesem Lager zu mühsam ist | fortlaufend |
| Fluktuation | Gute Leute bleiben dort, wo man arbeiten kann. Einarbeitung ist der teuerste unsichtbare Posten von allen | über Jahre |
Vermietung des Bestands — und wie wir uns das teilen
Das ist der wichtigste Punkt dieser Seite. Vermietung findet heute faktisch nicht statt. Nicht, weil das Material ungeeignet wäre, sondern weil man nicht anbieten kann, was man nicht benennen kann.
Unser Vorschlag
Die neue Firma vermarktet und vermietet den erfassten Bestand — Angebot, Abwicklung, Kommissionierung, Auslieferung, Rückgabe, Prüfung, Reinigung. Alles daran machen wir.
Dafür ein Anteil an den Mieterlösen. Unser Vorschlag zum Einstieg: 40 % vom Nettomieterlös an uns, 60 % an Creaventis, bei einer festen Laufzeit von fünf Jahren.
Das Eigentum am Material bleibt zu 100 % bei dir. Wir bekommen keinen Gegenstand, nur einen Anteil an Erlösen, die es heute nicht gibt.
Warum diese Aufteilung
Du bringst das Material — bezahlt, vorhanden, das ist die Substanz und deshalb der größere Anteil.
Wir bringen alles andere: die Erfassung, die es erst möglich macht, die Vermarktung, den Kunden, die Abwicklung und das Risiko, dass etwas beschädigt zurückkommt.
Und wir tragen die laufenden Kosten der Vermietung — Transport, Auf- und Abbau, Reinigung, kleine Reparaturen. Das sind die Posten, die bei Vermietung regelmäßig unterschätzt werden.
Die Abgrenzung, damit es fair bleibt
Falls dir Sicherheit lieber ist als Beteiligung
- Du bekommst 60 % von dem, was tatsächlich erlöst wird.
- Kein Risiko für dich — läuft nichts, zahlst du nichts.
- Beide hängen am tatsächlichen Erfolg, nicht an einer Prognose.
- Transparent: eine Abrechnung je Quartal, jederzeit einsehbar im System.
- Wir mieten den erfassten Bestand für einen festen monatlichen Betrag und vermarkten ihn auf eigenes Risiko.
- Du hast eine planbare Einnahme, unabhängig davon, wie es läuft.
- Dafür geht die gesamte Marge an uns — und das gesamte Risiko auch.
- Sinnvoll, wenn du Verlässlichkeit über Beteiligung stellst.
Wir empfehlen Weg A — weil dabei niemand ins Risiko geht und weil der Betrag am Ende ehrlicher ist als jede Schätzung, die man heute in einen Mietvertrag schreiben würde.
Derselbe Bestand, ein zweiter Kundenkreis
Im Lager stehen Traversen, LED-Technik, Theken, Barhocker, Stehtische, Lounge-Möbel, Teppich, Faltpavillons. Das ist ein Event-Sortiment, das zufällig in einem Messebau-Lager liegt.
Wer der Kunde ist
Gastronomie, Clubs, Firmenfeiern, Eröffnungen, private Großveranstaltungen. Barry hat den Zugang dorthin über ein gewachsenes Netzwerk in München — das ist kein Kaltakquise-Markt, sondern ein Empfehlungsmarkt.
Warum es sich mit Messebau verträgt
Die Saisons laufen gegenläufig. Events liegen stark im Spätherbst, im Dezember und im Frühsommer — dort, wo der Messekalender Lücken hat. Es konkurriert also nicht um dasselbe Material zur selben Zeit.
Was dafür nötig ist
Eine eigene Kalkulation, weil Wochenende, Nacht und kurzfristiger Ausfall anders rechnen als Messebau. Und die Erfassung — ohne sie kann man einem Eventkunden nichts anbieten, weil dort in Stunden entschieden wird, nicht in Wochen.
Was nicht mehr passt, muss nicht stehen bleiben
Bei der Erfassung wird sich zeigen: Ein Teil des Bestands wird im Betrieb nie wieder gebraucht. Der kostet heute Fläche und bringt nichts — und lässt sich verkaufen, sobald er benannt und fotografiert ist.
Gebrauchtes Systemmaterial
Für Systemwände, Traversen, Podeste und Technik gibt es einen funktionierenden Gebrauchtmarkt. Was dort erzielt wird, hängt fast vollständig davon ab, ob man Zustand und Vollständigkeit belegen kann — also genau daran, was die Erfassung liefert.
Metall und Wertstoff
Das läuft schon im Aufräum-Auftrag mit: Kupfer und Metall werden verkauft statt entsorgt, der Erlös wird gegen die Rechnung gestellt.
Was das doppelt bringt
Erlös plus Fläche. Jeder verkaufte Posten macht Platz für Material, das arbeitet — und der Platz ist in dieser Halle knapper als das Geld.
Einlagerung für Kunden — das Modell läuft bei dir schon
Mit Sixt gibt es das seit Jahren: Kundenmaterial steht bei dir, der Kunde bleibt gebunden. Was fehlt, ist die Wiederholung davon — und ein Preis dafür.
Warum das der beste Kundenbindungsschritt überhaupt ist
Wessen Stand bei dir eingelagert ist, der geht zur nächsten Messe nicht zum Wettbewerber. Und ein Stand, der dreimal umgebaut wird, verdient über die Zeit mehr als drei Neubauten — bei einem Bruchteil des Materialeinsatzes.
Der übliche Fehler dabei: Einlagerung wird als kostenlose Freundlichkeit betrieben. Dann stehen nach Jahren Stände herum, die Fläche und Kapital binden und nie wieder genutzt werden.
Was wir vorschlagen
- Einlagerung wird ein bepreistes Angebot mit Frist, Zustandsprotokoll und Historie — nicht mehr eine Gefälligkeit.
- Die dritte, leere Halle ist dafür der naheliegende Ort. Sie kostet heute Geld und bringt nichts.
- Wir bringen die Kunden und betreiben es — Erfassung, Zustand, Fristen, Reaktivierung. Du stellst die Fläche.
- Ertrag geteilt, in derselben Logik wie bei der Vermietung.
Vorher zu klären: wem die Halle gehört, was sie kostet und wie lange sie verfügbar ist. Erst anschauen, dann reden.
Damit der Bestand auch gefunden wird
Ein erfasster Bestand, den niemand sieht, ist nur eine bessere Liste. Der Ertrag entsteht erst, wenn Anfragen kommen — und dafür braucht es mehr als einen Katalog im Schrank.
Katalog nach außen
Aus denselben Daten entsteht ein Katalog, den man einem Kunden schicken oder online stellen kann. Einmal erfassen, mehrfach nutzen.
Auffindbarkeit und Anfragestrecken
Wer „Messestand mieten München" oder „Traversen mieten" sucht, soll euch finden. Dazu Seiten, die eine Anfrage aufnehmen, statt nur eine Telefonnummer zu zeigen.
Antwort, solange entschieden wird
Erst-Antwort in Minuten, Angebot binnen eines Tages — möglich, weil die Verfügbarkeit im System steht. Das ist der Punkt, an dem Ordnung zu Umsatz wird.
System, Lizenz und Verfahren — einmal sauber gesagt
Vier Punkte, die niemand gern liest und die hinterher trotzdem alle betreffen. Deshalb stehen sie vorne statt in einem Vertrag, den niemand aufschlägt.
Deine Daten gehören dir — vollständig
Der erfasste Bestand, die Fotos, die Zustände, die Lagerorte, der Katalog: alles deins. Du bekommst jederzeit einen vollständigen Export, ohne Begründung und ohne Kosten — auch dann, wenn wir irgendwann nicht mehr zusammenarbeiten. Niemand wird hier über Daten festgehalten.
Das Verfahren gehört uns
Adressschema, Datenmodell, Etiketten- und Katalogvorlagen, Automatisierung, die Arbeitsanleitung — das ist ein Werkzeug, das auf jedes Lager passt, und es bleibt bei uns. Creaventis erhält daran ein unbefristetes, kostenloses Nutzungsrecht. Für dich ändert sich dadurch nichts, außer dass es einmal geschrieben steht.
Die Software-Lizenz tragen wir
Wir schließen den Vertrag ab, richten ein, pflegen und zahlen ihn — und stellen Creaventis den vollen Zugang. Grund: Das Datenmodell, die Kategorien und die Automatik sind unsere Arbeit und sollen auch anderswo einsetzbar bleiben. Bei rund 150 Euro im Monat ist das keine Kostenfrage. Willst du die Lizenz lieber selbst tragen, geht das auch — dann gehört Punkt 2 trotzdem weiterhin uns.
Und dasselbe gilt umgekehrt
Was du einbringst — Material, Referenzen, Kundenbeziehungen, dein Name — bleibt vollständig deins. Wir weisen die Partnerschaft aus, geben aber keine Projekte von Creaventis als eigene Referenzen aus. Die Regel ist in beide Richtungen dieselbe, und nur deshalb ist sie überhaupt zumutbar.
Was Creaventis davon hat — nebeneinander
Damit es nicht so aussieht, als sei das hier eine Wunschliste in eine Richtung.
| Punkt | Was du bekommst | Was wir bekommen |
|---|---|---|
| Vermietung | 60 % Erlös aus einem Bestand, der heute 0 € erwirtschaftet — ohne eigenen Aufwand und ohne Risiko | 40 % und ein laufendes Geschäft |
| Events | Ein zweiter Kundenkreis für dasselbe Material, in einer Saison, die deine Lücken füllt | Zugang zu einem Markt, in dem wir das Netzwerk haben |
| Abverkauf | Geld für Material, das nie wieder gebraucht wird — plus die Fläche, die es blockiert | Anteil und Aufbereitungsleistung |
| Einlagerung | Kundenbindung, die dich zum festen Partner macht — und eine leere Halle, die endlich etwas einbringt | Betrieb und Anteil |
| Sichtbarkeit | Anfragen, die heute gar nicht erst entstehen | Einen Kanal, den wir aufbauen und der beiden dient |
| Und über allem | Ein Betrieb, der ohne dich läuft — und damit die Freiheit, selbst zu entscheiden, wie viel du noch machen willst | Ein Geschäft mit Substanz statt eines Starts bei null |
Wie wir vorschlagen weiterzumachen
In dieser Reihenfolge — und keiner der Schritte muss diese Woche stattfinden.
Nur der Lager-Auftrag
Grünes Licht für Montag. Die Einzelheiten von hier oben müssen jetzt nicht festgezurrt werden — wir sollten nur wissen, dass wir in dieselbe Richtung wollen.
Einmal in Ruhe zu dritt durchgehen
Punkt für Punkt: was dir davon gefällt, was nicht, was fehlt. Streichen ist ausdrücklich vorgesehen — wir haben absichtlich alles aufgeschrieben, was uns sinnvoll erscheint, statt vorab auszusortieren.
Die ersten echten Zahlen
Erst dann weiß man, wie viel vermietbarer Bestand tatsächlich da ist und was er wert sein könnte. Bis dahin ist jede Zahl geraten — auch unsere.
Schriftlich, kurz, und für beide kündbar
Kein Vertragswerk. Zwei, drei Seiten: Aufteilung, Laufzeit, Abgrenzung, Kündigung. Und eine Probezeit — läuft es nach einem Jahr nicht, kommt man ohne Streit auseinander.
Was wir brauchen, ist eine Entscheidung: Fangen wir Montag an?
Mehr steht heute nicht an. Wenn Ja, klären wir die fünf Punkte aus Abschnitt 10 in den nächsten zwei Tagen, und die Mannschaft steht Montag früh im Lager. Es muss so oder so gemacht werden — die Frage ist nur, ob im August oder irgendwann im nächsten Jahr. Wir gehen es an.
Der zweite Teil ab Abschnitt 11: was nach der Erfassung mit dem Bestand möglich wird und wie wir uns die Zusammenarbeit dabei vorstellen. Nicht jedes Detail muss am Wochenende entschieden werden — im Grundsatz einig sein sollten wir aber schon. Wir machen die Arbeit nicht, um sie abzurechnen und wieder zu gehen.
Rechts- und Steueraussagen sind allgemeine Orientierung, keine Rechtsberatung · Vertraulich — für Thomas, Collins und Barry